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Standrohre verwalten

Standrohrbestand, Zählerzuordnung, technische Prüfungen und Verfügbarkeit zentral verwalten.

Aufgabe der Standrohrverwaltung
Die Standrohrverwaltung enthält die Stammdaten der einzelnen Standrohre. Hier wird festgelegt, zu welchem Verband ein Standrohr gehört, welcher Zähler eingebaut ist und ob das Standrohr grundsätzlich eingesetzt werden darf. Vermietungsvorgänge werden dagegen in der Standrohrvermietung bearbeitet.

Standrohrbestand im Überblick

Die Übersicht stellt die vorhandenen Standrohre mit den für die tägliche Auswahl wichtigsten Informationen dar. Dazu gehören die Bezeichnung, der aktuell zugeordnete Zähler mit Zählergröße, der Mandant beziehungsweise Verband, das Inbetriebnahmedatum und das Datum der letzten Prüfung. Bei Standrohren, die sich in einem laufenden Vermietungsvorgang befinden, werden außerdem Ausgabe- und geplantes Rückgabedatum angezeigt.

Der in der Liste angezeigte Vermietungsstatus wird aus den laufenden Vorgängen ermittelt. Dadurch ist unmittelbar erkennbar, ob ein Standrohr beispielsweise reserviert, ausgegeben oder zur Rückgabe vorgesehen ist. Diese Angaben sind keine separat zu pflegenden Stammdaten, sondern ergeben sich aus der Standrohrvermietung.

Standrohre suchen und eingrenzen

Für die Recherche kann insbesondere nach Zählernummer und Verband gefiltert werden. Zusätzlich lassen sich Standrohre anhand ihres aktuellen Vermietungsstatus eingrenzen. Eigene Filter stehen für Hausanschluss-Standrohre und andere Standrohre sowie für bereits verschrottete Standrohre zur Verfügung. Verschrottete Standrohre bleiben damit nachvollziehbar, werden in der normalen Bestandsansicht jedoch nicht automatisch mitgeführt.

Verfügbarkeit wird aus Vermietungen abgeleitet
Bei einer zeitbezogenen Auswahl berücksichtigt WAVE bestehende Reservierungen und Ausgaben. Ein Standrohr gilt für einen Zeitraum nicht als verfügbar, wenn sich eine entsprechende Vermietung mit diesem Zeitraum überschneidet. Auch eine bereits fällige, aber noch nicht abgeschlossene Ausgabe kann die Verfügbarkeit beeinflussen.

Ein neues Standrohr anlegen

Für jedes Standrohr sind eine eindeutige fachliche Bezeichnung, der zuständige Verband und das Inbetriebnahmedatum zu erfassen. Bei einer Neuanlage wird das Inbetriebnahmedatum mit dem aktuellen Datum vorbelegt. Das Kennzeichen Systemtrenner ist standardmäßig aktiviert; eine Sperre ist zunächst nicht gesetzt.

AngabeBedeutung
Bezeichnung Eindeutige Bezeichnung des Standrohrs. Sie wird in Auswahllisten und in der Vermietung zur Identifikation verwendet.
Verband Ordnet das Standrohr organisatorisch einem Verband zu. Die Zuordnung ist verpflichtend und beeinflusst unter anderem die Auswahl und spätere Verarbeitung.
Inbetriebnahme Dokumentiert, seit wann das Standrohr zum Bestand gehört. Das Datum wird bei der Neuanlage auch als Ausgangspunkt für den zugehörigen Zähler verwendet.
Überprüfungsintervall Definiert den vorgesehenen Abstand zwischen technischen Überprüfungen. Zusammen mit dem Datum der letzten Prüfung kann WAVE daraus fällige Prüfungen ableiten.
Letzte Prüfung Hält die zuletzt durchgeführte Überprüfung fest. Das Datum wird auch durch betriebliche Vorgänge fortgeschrieben.
Systemtrenner Kennzeichnet Standrohre mit Systemtrenner und kann für die gezielte Bestandsauswahl verwendet werden.
Gesperrt Kennzeichnet ein Standrohr, das nicht regulär weiter eingesetzt werden soll. Eine Sperre kann manuell oder als Folge einer Rückgabebewertung entstehen.

Zähler beim Anlegen zuordnen

Ein Standrohr wird in WAVE mit einem Zähler verknüpft. Bei der Neuanlage stehen dafür zwei Wege zur Verfügung: Es kann unmittelbar ein neuer Zähler angelegt oder ein bereits vorhandener Lagerzähler ausgewählt werden.

Neuen Zähler anlegen
Sie erfassen Zählernummer, Hersteller, Bauart, Größe, Baujahr, Stellen und Dezimalstellen sowie die Materialzuordnung. WAVE legt den Zähler im Bestand an und verknüpft ihn mit dem Standrohr.
Lagerzähler verwenden
Sie wählen einen bereits vorhandenen Zähler aus dem Lagerbestand. Dessen vorhandene Stammdaten werden übernommen; eine erneute Erfassung ist nicht erforderlich.

Bei einem neu angelegten Zähler wird das Baujahr zunächst aus dem Inbetriebnahmedatum des Standrohrs abgeleitet. Die aktuelle Zählernummer und Zählergröße werden zusätzlich am Standrohr bereitgestellt, damit sie in der Bestandsübersicht ohne Umweg sichtbar sind. Die Verbindung zwischen Standrohr und Zähler wird historisch geführt, sodass spätere Zählerwechsel nachvollziehbar bleiben.

Technische Prüfung und Wiedervorlagen

Das Überprüfungsintervall und das Datum der letzten Prüfung bilden die Grundlage für die Überwachung wiederkehrender Standrohrprüfungen. Nach dem Anlegen oder Ändern eines Standrohrs berechnet WAVE die zugehörigen Wiedervorlagen neu. Änderungen an den prüfungsrelevanten Angaben wirken sich dadurch auf die zukünftige Überwachung aus.

Auch betriebliche Vorgänge können das Prüfdatum beeinflussen. Wird eine neue Standrohrvermietung angelegt, wird die letzte Überprüfung des zugeordneten Standrohrs aktualisiert. Die detaillierte Kontrolle bei Ausgabe und Rückgabe gehört dagegen zum Vermietungsvorgang und wird im Beitrag zur Standrohrvermietung beschrieben.

Sperren eines Standrohrs

Mit dem Kennzeichen Gesperrt lässt sich ein Standrohr aus dem regulären Einsatz nehmen, ohne seinen Stammdatensatz zu entfernen. Dies ist beispielsweise sinnvoll, wenn vor der nächsten Verwendung eine Reparatur oder technische Klärung erforderlich ist.

Eine Sperre kann außerdem automatisch aus einer Rückgabe entstehen. Wird der Zustand einer Vermietung als defekt bewertet, sperrt WAVE das zugehörige Standrohr. Darüber hinaus können entsprechend konfigurierte Standrohrprüfpunkte eine Sperre als Folge eines nicht bestandenen Prüfkriteriums auslösen. Die fachliche Entscheidung und die Folgeverarbeitung werden im Rückgabeprozess der Vermietung vorgenommen.

Standrohr verschrotten

Standrohre werden nicht über die normale Löschfunktion aus dem Bestand entfernt. Für das Ausscheiden eines Standrohrs steht die Funktion Verschrotten zur Verfügung. Dabei geben Sie das Verschrottungsdatum an. In der normalen Bestandsansicht werden verschrottete Standrohre anschließend ausgeblendet; bei Bedarf können sie über den entsprechenden Filter wieder angezeigt werden.

Die Verschrottung ist nicht nur ein Anzeigezustand. Sie beendet die aktive Nutzung des Standrohrs und berücksichtigt auch die zugehörige Zählerhistorie. Damit bleibt der bisherige Bestand nachvollziehbar, während das Standrohr für zukünftige Vorgänge nicht mehr als regulär nutzbarer Bestand behandelt wird.

Verschrotten statt Löschen
Verwenden Sie für ein tatsächlich ausgemustertes Standrohr die Verschrottungsfunktion mit dem fachlich richtigen Datum. So bleiben historische Vermietungen, Zählerzuordnungen und sonstige Bezüge nachvollziehbar.

Verknüpfte Informationen am Standrohr

Aus einem Standrohr heraus können die zugehörigen Vorgänge betrachtet werden. Dazu gehören insbesondere Zähler, Standrohrvermietungen, Aufträge, Arbeitszettel und Störungen. Die Verknüpfungen ermöglichen eine anlagenbezogene Sicht auf die gesamte Historie, ohne die Informationen im Standrohrstamm doppelt zu pflegen.

Praktische Hinweise

SituationVorgehen
Neues Standrohr beschaffen Standrohr anlegen, Verband und Inbetriebnahme erfassen und entweder einen neuen Zähler anlegen oder einen Lagerzähler zuordnen.
Standrohr vorübergehend nicht einsetzbar Standrohr sperren. Die Stammdaten und Historie bleiben erhalten.
Standrohr dauerhaft außer Betrieb Über „Verschrotten“ mit dem tatsächlichen Ausscheidedatum aus dem aktiven Bestand nehmen.
Vergangene Nutzung prüfen Die verknüpften Vermietungen beziehungsweise Aufträge direkt aus dem Standrohr aufrufen.
Prüffälligkeit steuern Überprüfungsintervall und Datum der letzten Prüfung vollständig pflegen; WAVE berechnet die Wiedervorlagen anschließend neu.
Abgrenzung zur Standrohrvermietung
Die Standrohrverwaltung beschreibt das Betriebsmittel selbst: Identität, Verband, Zähler, Prüfstatus, Sperre und Verschrottung. Kunde, Einsatzort, Ausgabe- und Rückgabestände, Kaution, Verbrauch, Rückgabekontrollen und Abrechnung gehören dagegen zum jeweiligen Vermietungsvorgang.

Standrohre anlegen und bearbeiten

Neue Standrohre werden über den Standrohrdialog erfasst. Auch bestehende können hier bearbeitet werden. Die Dialogmaske ähnelt dem Standardaufbau anderer Module. Für jedes Standrohr wird ein zugehöriger Zähler entweder neu erfasst oder aus vorhandenen Zählern ausgewählt. Darüber hinaus lassen sich Vorgänge wie Aufträge, Störungen oder Einsätze dokumentieren und in einer Übersicht anzeigen.

Das Formular besteht aus drei Bereichen: Stammdaten, Betriebsdaten und Zählerdaten.

1. Stammdaten ausfüllen

  • Bezeichnung: Klarer Name für das Standrohr, z. B. „Standrohr Baustelle Nord“.

  • Mandant: Mandant des Standrohres

  • Temporär gesperrt: Nur anhaken, wenn das Standrohr aktuell nicht nutzbar ist.

  • Systemtrenner: Anhaken, wenn ein Systemtrenner vorhanden. 

2. Betriebsdaten hinterlegen

  • Inbetriebnahme: Datum des erstmaligen Einsatzes.

  • Verschrottung: Nur ausfüllen, wenn das Standrohr außer Betrieb genommen wird.

  • Überprüfungsintervall: Wie oft es geprüft werden soll – in Jahren. Beispiel: „1“ für jährliche Kontrolle.

  • Letzte Prüfung: Datum der letzten technischen Überprüfung. Falls neu, bleibt das Feld leer.

3. Zählerdaten erfassen

  • Neuen Zähler einbauen: Anhaken, wenn noch kein Zähler zugeordnet ist.

    • Zählernummer: Zählernummer des Gerätes.

    • Hersteller:Hersteller des Zählers.

    • Bauart: Bauform, falls notwendig auswählbar.

    • Größe: Größe des Standrohrs.

    • Stelligkeit / Dezimalstellen: Anzahl der Stellen auf dem Zählwerk, z. B. 6 / 3.

    • Materialgruppe / Materialstamm: Technisch hinterlegte Klassifizierungen.

    • Baujahr: Herstellungsjahr des Zählers.

    • Eichfrist (Jahre): Gesetzlich festgelegte Gültigkeit.

  • Zähler aus dem Lager einbauen: Falls ein bereits eingelagertes Gerät verwendet wird, kann dieses hier ausgewählt werden.

 
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